Als ich damals Mama geworden bin, lief alles irgendwie anders, als man mir erzählt hatte. Mein Kind ließ sich nicht zum Schlafen ablegen, es stillte so oft es ging und schlief nachts am liebsten an Papa oder mich gekuschelt. Ich war damals ziemlich einsam und bin sehr viel mit der Trage spazieren gegangen. Ich habe mir Vorwürfe gemacht irgendetwas falsch zu machen oder mein Kind zu verwöhnen. Ich informierte mich an verschiednen Stellen und erfuhr von Schlaf- und Stillberater*innen. Ich hab das erste Mal von „bindungsorientiert“ gelesen und gemerkt, dass mich das berührt. Ich habe mehr auf mein Bauchgefühl gehört, mein Kind getragen, wenn es wollte, es gestillt, wenn es wollte.
Mein Fazit bestand darin, dass ich nichts falsch machte, wenn ich meinem Kind Körperkontakt oder Muttermilch, egal wie oft das war, gebe. Das möchte ich anderen jungen Familien mitgeben. Mit Wissen möchte ich alte Mythen aufklären, „gute“ Tipps aus der Welt schaffen und das eigene Bauchgefühl stärken.